Konzept zum persönlichen Wissensmanagement Teil 2 – Synergy Map

Sketchnote Synergy Map

Im ersten Teil dieser Serie ging ich der Frage nach was persönliches Wissensmanagement eigentlich ist und wie es uns bei der Wissensarbeit helfen kann. Im zweiten Teil werfen wir einen Blick auf eine Methode zum persönlichen Wissensmanagement, die Synergy Map.

Für ein erfolgreiches persönliches Wissensmanagement ist es erforderlich, sich zu aller erst über seine persönlichen Ziele im klaren zu sein. Nur so kann man die eigene Wissensarbeit effizient darauf ausrichten. Die Synergy Map kann einem dabei helfen. Mithilfe dieser Methode können die persönlichen Ziele visualisiert, geplant und zueinander in Verbindung gebracht werden.

Bei der Synergy Map werden die Ziele in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Ziele unterteilt und schematisch dargestellt. Im Unterschied zu einer Darstellung in Listenform lassen sich hier Zusammenhänge und Abhängigkeiten darstellen. Ebenso können der Aufwand und die Priorisierung der Ziele visualisiert werden. Die Synergy Map ist ein nützliches Werkzeug, um die eigene Wissensentwicklung systematisch zu steuern.

Vorgehensweise bei der Erstellung einer Synergy Map:

  • Eine Liste der Ziele erstellen
  • Ziele priorisieren (Nummerierung)
  • Chronologie und Aufwand. Die Ziele werden je nach Dauer bis zur Zielerreichung als Kreis in den passenden Quadranten eingetragen (kurzfristig, mittelfristig, langfristig, permanent). Die Größe des Kreises wird vom Aufwand bestimmt, den es benötigt dieses Ziel zu erreichen. Bereits erreichte Fortschritte bei der Erreichung eines Ziels können in den Kreis eingetragen werden.
  • Innehalten und überprüfen ob die zeitliche Einteilung sinnvoll und realistisch ist. Mehrere kurzfristige Ziele mit hohem Aufwand können vielleicht nicht umgesetzt werden und machen eine zeitliche Verschiebung notwendig.
  • Ziele verknüpfen. Höchstwahrscheinlich beeinflussen sich einige Ziele gegenseitig, sowohl in positiver, unterstützender, als auch in negativer, behindernder Weise. Diese Verknüpfungen werden mittels Pfeile eingetragen.
  • Äußere Einflüsse können außerhalb des Kreises eingetragen werden
  • Vision: Dieses „Oberziel“ wird in der Mitte des Diagrammes eingetragen
  • Endkontrolle

Die Erstellung einer Synergy Map für mein persönliches Wissensmanagement Konzept hat zu einigen interessanten Denkanstößen bei mir geführt. Die Liste der Ziele war schnell geschrieben, die Priorisierung und die Aufwandsschätzung erforderte schon mehr Arbeit und half dabei, sich über die eigene Zukunftsgestaltung klarer zu werden.

Alle die eine eigene Synergy Map erstellen möchten, können sich hier meine Sketchnote Anleitung zur Erstellung einer Synergy Map downloaden.

Zu den anderen Teilen der Serie:

Teil 1 – Was ist und kann persönliches Wissensmanagement?

Teil 3 – Das Seek-Sense-Share Framework

Teil 4 – Working Out Loud

2 Kommentare

  1. Hallo Karin,
    mir gefällt deine Synergy-Map sehr gut. Auch deine Einschätzung zum Umgang mit den Zielen. Ich habe deinen Beitrag daher im BarCamp Berufswahl statt Berufsqual als Beispiel eingefügt. Ich hoffe du freust dich.
    Wenn nicht melde dich bitte 1510364024@fh-burgenland.at bei mir.

    Liebe Grüße
    Franziska
    Studentin Angewandtes Wissensmanagement MAWM 15

    1. Liebe Franziska,
      Bitte entschuldige die späte Antwort, irgendwie ist mir dein Kommentar durchgerutscht. Es freut mich sehr, dass du meine Synergy Map auch als hilfreich für andere siehst.
      LG
      Karin

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

%d Bloggern gefällt das: