Digital Lernen, Arbeiten & Leben

Eine kleine Link Sammlung in Zeiten von Corona.

Ich freue mich über eure Kommentare, welche Links hier noch unbedingt dazu gehören und werde entsprechend ergänzen!

Informationen über COVID-19

Kollaborativ Arbeiten / Home Office

  • Zoom – Videokonferenzen
  • Skype – Videokonferenzen
  • MS Teams – kollaboratives Arbeiten
  • Slack – kollaboratives Arbeiten
  • Nextcloud – Cloudspeicher mit vielen möglichen Erweiterungen, sowohl als Cloud Lösung wie auch für den eigenen Server geeignet
  • Trello – mein allerliebstes Projektmanagement Tool
  • Padlet – digitale Pinnwand
  • Etherpad – gemeinsames Arbeiten an Dokumenten
  • CamScanner – die beste Lösung, wenn zu Hause nur das Handy und kein Scanner bereit steht (ergänzt 17.3.)

Bei der Verwendung von Online Tools bitte immer mit eurer Firma in Bezug auf Sicherheit und Datenschutz Rücksprache halten!

Lernen

Zuhause mit Kids

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Kunst & Kultur, Natur und Gesellschaft

#MeinWegInsNetz

Als Vorbereitung für das heutige StARTcamp Wien hat Anne Aschenbrenner von den Kulturfritzen zur Blogparade #MeinWegInsNetz aufgerufen. Nun ja, noch ist es mehr als eine Stunde bis zum BarCamp und besser spät als nie. 😉

Als ich im Volksschulalter war, wollte ich einen dieser bunten KinderLernComputer, die es damals schon gab. Eines Tages kam mein Vater dann mit einem Commodore 64 heim. Das war nicht so ganz das, was ich mir vorgestellt hatte, im Nachhinein habe ich dem erste Programmier Versuche zu verdanken.

Mit 16 bekam ich meinen ersten Rechner und Zugang zum Internet. Den Rechner hatte eine Freundin aussortiert. Der Zugang war langsam, wenn ich im Internet war, konnte meine Mutter nicht telefonieren. Zu dem Zeitpunkt bekam ich übrigens auch mein erstes Handy.

Informatik hatten wir ein Jahr verpflichtend in der Schule, danach hatte ich es als Wahlfach. Mehr als ein paar grundlegende HTML Kenntnisse sind aus dieser Zeit leider nicht geblieben. Oh doch, einige großartige Minesweeper Rekorde 🙂

Meine erste E-Mail Adresse hat mir meine amerikanische Gastfamilie bei meinem dreiwöchigen Aufenthalt dort eingerichtet. Mein damaliger Freund und ich, beide frisch verliebt, haben uns unzählige E-Mails geschrieben. Die Adresse (eine Hotmail) gibt es schon lange nicht mehr, die Mails liegen ausgedruckt in irgendeinem Erinnerungskarton.

Meine Fachbereichsarbeit zur Matura ist noch auf Disketten gespeichert. Auch im Studium gab es Skripten lange nur ausgedruckt oder auf CD, bis sie dann irgendwann auch als Download zur Verfügung standen.

Meinen ersten Blog hatte ich dann irgendwann am Ende der Schulzeit. Es war ein rein privater Tagebuchblog, den ich mehrere Jahre mehr oder weniger intensiv geführt habe. Vor allem während meiner Auslandsaufenthalte habe ich damit die daheim gebliebenen auf dem Laufenden gehalten. Nach einer längeren Pause gab es dann noch den privaten Blog karinosmelange bis ich schließlich und endlich hier gelandet bin.

Social Media habe ich schon früh genutzt. Da gab es natürlich einmal StudiVZ. Und die Fotocommunity flickr. Bei der Anmeldung zu Facebook musste man damals noch eine Uni E-Mail Adresse haben um sich registrieren zu können. Ich nutze heute Twitter, Instagram, LinkedIN, manchmal noch XING… Wozu? Zu allem… Zum Informationsaustausch, für Nachrichten, um mit Leuten in Kontakt zu bleiben, um Wissen zu bekommen und Wissen zu teilen.

Das Internet? Immer dabei dank Smartphone.

Wenn ich in der Natur bin, auch dann, zum Karten lesen und Weg finden, zum Tiere bestimmen, …

Ich kann das alles natürlich auch analog. Aber wozu Karten und Bücher mitschleppen, wenn das Handy reicht. Ich gebe zu, ein Leben ohne Internet kann ich mir nur schwer vorstellen.

Aber ich gehöre noch zu den Menschen, die ohne aufgewachsen sind, die wissen wie und das es anders auch geht. Manchmal entscheide ich mich bewusst für den analogen Weg. Nutze lieber Bücher, Stift, Papier – denn die haptische Komponente kann auch einen entscheidenden Einfluss haben.

Analog oder digital? – beides, nur weil (fast) alles digital geht ist es nicht immer der bessere Weg.

So, es ist 8:15, ich muss los 🙂

#coscamp19

Das #coscamp in Graz gibt es ja schon länger. Genauer gesagt so lange, wie es den Studiengang Content Strategy dort gibt. Und immer wieder wollte ich dafür nach Graz fahren. Und habe es dann nicht geschafft.

Dieses Jahr war es dann endlich soweit. Und neben mir haben es noch über 100 andere Menschen nach Graz geschafft, die sich auf dem BarCamp über Content Strategie und verwandte Themen austauschen wollten.

Meine #hashtags heute am #coscamp sind #meetingsundevents #knowledgeiscontent und #sketchnotes— Karin Köckeis (@karin_ko) 9. März 2019

Nachdem Vorstellungsrunde und Sessionplanung rasch und diszipliniert abgeschlossen waren, ging es auch schon los.

1. Session: History of Lean und Inhouse Content Strategy

Gleich in der ersten Session nutze ich es aus, dass es in BarCamp möglich ist die Räume zu wechseln ohne unhöflich zu wirken.

2. Session: What’s in your pocket?

Die spannende Frage “What’s in your pocket?” lockte mich in die zweite Session. Hier ging es um die Frage, welche Technik, Gadgets und Apps in unserer tagtäglichen Content Produktion Verwendung finden.

In der überaus anregenden dritten Session, ging es um agiles Content Marketing.

Session 3: Agiles Content Marketing

In der vierten Session wechselte ich wieder zwischendurch die Räume 😉

Session 4: Use cos to bring change in your organisation & BarCamps

Und mit Session Nr. 5 war das #coscamp dann auch schon wieder zu Ende.

Session 5: Designs for participation

Nach einem gemütlichen gemeinsamen Bier ging es dann auch schon wieder ab nach Wien. Ein großes Danke an die OrganisatorInnen, die darüber hinaus auch noch eine Dokumentation bereitgestellt haben.

Was bleibt, wenn die Veranstaltung vorbei ist?

Der Umgang mit Wissen in der Dokumentation partizipativer Veranstaltungsformate

In der aktuellen Veranstaltungslandschaft lösen partizipative Veranstaltungsformate immer öfter die klassische Konferenz ab. Ausgehend vom Format des Open-Space haben sich in den letzten Jahren weitere Formate wie das BarCamp oder Unkonferenzen, die verschiedene Formate nebeneinander verwenden, verbreitet. Während bei klassischen Vorträgen der Wissensfluss hauptsächlich in eine Richtung (vom Vortragenden zu den Teilnehmenden) erfolgt, sind diese Formate von einem stark vernetztem Wissensaustausch der Teilnehmenden untereinander geprägt. Programm und konkreter Inhalt der Veranstaltung werden (zumindest in Teilen) nicht im Vorfeld definiert sondern von den Teilnehmenden gemeinsam gestaltet.

Veranstaltungen die mit partizipativen Formaten arbeiten, haben oft auch den Anspruch, sich der Öffentlichkeit stärker zu öffnen und versuchen die erarbeiteten Inhalte mittels der Möglichkeiten des web 2.0 nach außen zu tragen. 

Bei klassischen Vorträgen dienen oft die Präsentationsfolien als Dokumentationsmittel. Bei partizipativen Veranstaltungen erfolgt die Dokumentation des Wissensaustauschs nicht nur vom Veranstalter sondern aktiv von den Teilnehmenden. Die Dokumentation verteilt sich häufig über verschiedene Medien und Plattformen – von gemeinschaftlich erstellten Protokollen, zu Graphic Recordings, Blogbeiträgen oder Twitter Feeds. Dies stellt die Veranstalter sowohl bei der Durchführung und Planung der Dokumentation wie auch bei der Archivierung vor neue Herausforderungen.

Was treibt die Veranstalter und die Teilnehmenden dazu an, das auf partizipativen Veranstaltungen generierte Wissen zu dokumentieren? Wie wird dokumentiert? Und wie steuern Veranstalter diese Dokumentation?

Diesen Fragen möchte ich in meiner Masterarbeit näher nachgehen. Dazu werden drei Veranstaltungen als Fallstudien näher betrachtet: Das GfWM Knowledge Camp, das StArtcamp Wien und die Freiräume Graz. Einerseits werde ich das vorhandene Dokumentationsmaterial analysieren, andererseits mit den Organisatoren der Veranstaltungen Leitfadeninterviews durchführen. Ziel soll es sein, aktuelle Trends bei der Dokumentation partizipativer Veranstaltungen und die Herangehensweise der Veranstalter bei der Dokumentation herauszuarbeiten.

Das Thema Wissensdokumentation von Veranstaltungen wurde bisher interessanterweise kaum betrachtet. Die bisherige Literatur widmet sich vor allem den organisatorischen und weniger den inhaltlichen Aspekten von Veranstaltungen. 2008 schrieb Vanneste sein Manifest zur Meeting Architecture (Vanneste, M. (2008). Meeting Architecture, a manifesto. Turnhout: Meeting Support Institut). Er plädiert für eine Fokussierung auf den „Meeting Content“, dem was direkt in der Veranstaltung passiert und setzt dies in engen Zusammenhang mit den Veranstaltungszielen (S. 55ff.). Diese Ziele hat er in drei Bereiche geteilt: Learning, Networking und Motivation. Vanneste versucht immer wieder herauszustreichen, dass die Erreichung der Ziele durch verschiedene Bereiche, von der Konzeptualisierung, über die Organisation bis zur Technik unterstützt werden muss. Die Wahl des Formates ist damit ein wichtiger Bestandteil in der Planung. Über die Dokumentation schreibt er leider nichts. De Groot und Van der Vijver veröffentlichten 2013 ihr Buch zu Meeting Design (De Groot, E., Van der Vijver, M. (2013). Into the Heart of Meetings. Basic Principles on Meeting Design. Leeuwarden: Mind Meeting BV). In dem Kapitel “Providers of Content“ wird die Wichtigkeit der Auswahl des Inhalts, der Inhaltgeber und der gewählten Formate klar herausgestrichen (S. 275ff.). Es wird aber nicht genauer auf die Formate eingegangen und interessanterweise findet sich auch das Thema Dokumentation nicht in ihrem Werk. Wie die Autoren in ihrem Epilog anmerken: „With the exception of events which are integral to neat marketing campaigns, most meetings do not live on beyond the final moment, when the chair wishes everyone a “Safe journey home!”” (S. 313).

Ich freue mich auf die intensive Beschäftigung mit diesem Thema in den nächsten Monaten, die sicherlich spannend und herausfordernd werden. Gerade in Zeiten, wo aber auch bei Veranstaltungen immer mehr nach dem ROI (Return on Investment) gefragt wird, sollte dieser Punkt intensiver betrachtet werden. Denn was bleibt, wenn die Veranstaltung vorbei ist?